Die Entwicklung der Laserchirurgie

Bereits in den Jahren 1946/1947 entdeckte der deutsche Augenarzt Gerhard Rudolph Edmund Meyer-Schwickerath dass eine fortschreitende Netzhautablösung an einer Narbe auf der Netzhaut zum Stillstand kommt. Mit einem selbstgebauten Gerät auf dem Dach der Augenklinik am Universitätsklinikum Hamburg ließ er Sonnenlicht bündeln und über Spiegel in den Operationssaal und in das Auge eines Patienten leiten. Das Gerät wurde in Zusammenarbeit mit der Hamburger Sternenwarte konstruiert, um das Sonnenlicht unabhängig von der Änderung der Sonnenposition am Himmel immer auf den gleichen Punkt zu reflektieren.

Mit dieser revolutionären Technik begründete er die Lichtkoagulation in der Augenheilkunde und führte 1949 die erste Netzhautvernarbung am menschlichen Auge mittels Licht durch.

Die Abhängigkeit von Sonne war auf Dauer unbefriedigend und führte zur Entwicklung eines Gerätes welches mit einem Hochintensitätskohlebogen arbeitete und zwischen 1950 und 1956 an mehreren hundert Patienten angewendet wurde.

Gerhard Meyer-Schwickerath

In jahrelanger Zusammenarbeit mit den Carl Zeiss Werken entwickelte er einen mit einer Xenon-Hochdrucklampe arbeitenden Lichtkoagulator, der einen stärkeren Lichtstrahl erzeugte und ab 1959 eingesetzt wurde.

Die beiden Bilder auf dieser Seite erhielten wir mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. med. Rolf Meyer-Schwickerath.

Das Geburtsjahr des Lasers wird allgemein mit 1960 angegeben und die Einführung in die Augenheilkunde erfolgte nur ein Jahr später. Die Laserkoagulation hat die Xenonkoagulation heute fast vollständig ersetzt.

 

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Stand 21.03.2014
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